Kinoprogramm September 2026

Filmbeschreibungen

OH LA LA 2 – Neue Tests, neues Chaos

Frankreich 2026 | Regie, Drehbuch: Julien Hervé | 93 Min. | OmU: Französisch / deutsche Synchronfassung | Ab 12 Jahren | Kamera: Emmanuel Royer | Musik: Matei Bratescot | Mit: Christian Clavier, Didier Bourdon, Sylvie Testud, Chloé Coulloud, Marianne Denicourt

Nachdem sie dank DNA-Tests die unerwartete Wahrheit über ihre Herkunft erfahren haben, beschließen die Familien Bouvier-Sauvage und Martin, das Kriegsbeil zu begraben und die Hochzeit ihrer Kinder zu organisieren. Doch sie haben nicht mit einer weiteren Überraschung gerechnet: Durch neue Testergebnisse taucht plötzlich ein bislang unbekannter Cousin von Frédéric auf – und damit gerät die vermeintlich geklärte Familiengeschichte erneut gehörig durcheinander.

Mit OH LA LA 2 – NEUE TESTS, NEUES CHAOS kehrt eine der erfolgreichsten französischen Komödien der letzten Jahre auf die Leinwand zurück. Christian Clavier, der Star aus der „Monsieur Claude“-Reihe, sorgt erneut für ein herrlich turbulentes Kinovergnügen voller Missverständnisse, Familienchaos und politisch unkorrektem Humor. Französische Komödienkunst in Bestform.


IM SPIEGEL MEINER MUTTER

Deutschland 2026 | Regie, Drehbuch: Jutta Brückner | 95 Min. | Ab 12 Jahren | Kamera: Daniela Knapp | Schnitt: Mona Bräuer, Andreas Wondraschke | Musik: Maciej Siedziecki | Mit: Corinna Harfouch, Carla Juri, Hildegard Schmahl

Die erfolgreiche Archäologin und Universitätsprofessorin Ursula Scheuner (Corinna Harfouch) macht bei Ausgrabungen im Moor einen sensationellen Leichenfund, der ihr finanziell angeschlagenes Institut retten könnte. Gleichzeitig muss sie den kürzlichen Tod ihrer Mutter (Hildegard Schmahl) verarbeiten. Beim Aufräumen des Elternhauses beginnen für Ursula die Grenzen zwischen Gegenwart und Vergangenheit zu verschwimmen. Gefangen in einem Labyrinth aus Verlust und Trauer muss Ursula schnell einen Weg hinausfinden. Doch als ihre neue Assistentin Mel (Carla Juri) andeutet, sehr viel mehr über Ursulas Lebensgeschichte zu wissen, droht ein lange verborgenes Familiengeheimnis an die Oberfläche zu gelangen.

In Jutta Brückners Werk wird Geschichte immer auch als Biografie erfahrbar – ein roter Faden, der sich durch ihr Filmschaffen zieht. Mit IM SPIEGEL MEINER MUTTER kehrt die renommierte Autorin, Regisseurin und Produzentin nach fast 20 Jahren ins Kino zurück und setzt ihre Trilogie über Mutter-Tochter-Beziehungen fort, die mit „Tue recht und scheue niemand“ (1975) und „Hungerjahre“ (1980) begann.


VATERLAND – Fatherland

Polen, Deutschland, Italien, Frankreich 2026 | Regie: Paweł Pawlikowski | 82 Min. | Originalfassung: Deutsch | Jugendfrei | Mit: Sandra Hüller, August Diehl, Hanns Zischler, Devid Striesow, Anna Madeley

Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs begeben sich Literaturnobelpreisträger Thomas Mann und seine Tochter, die Schauspielerin, Autorin und Kabarettistin Erika, auf eine Reise durch ein Deutschland in Trümmern. Zum Goethe-Jubiläum wünscht man sich auf beiden Seiten der innerdeutschen Grenze Worte des Trostes, der Zustimmung und der Vergebung vom größten aller Erzähler. Zwischen euphorischen Wagner-Erben und literarisch versierten Generälen wird Deutschlands wichtigster Schriftsteller hofiert und manchmal auch beschimpft, während das Drama seiner eigenen Familie leise eskaliert. 

Nach dem Oscar-prämierten „Ida“ und dem vielfach ausgezeichneten Drama „Cold War – Der Breitengrad der Liebe“ erzählt Paweł Pawlikowski in überragenden Kinobildern eine große Familiengeschichte im Tumult der Nachkriegszeit. Mit zarter Unerbittlichkeit überblendet VATERLAND den Nullpunkt der deutschen Geschichte mit dem Finale einer Familiensaga um Thomas Mann. Eine intensive filmische Erfahrung, getragen von einem großartigen Ensemble. Ausgezeichnet für die beste Regie in Cannes 2026.


KINOFEST 2026

Das Filmstudio lädt am Samstag, dem 12. September, im Rahmen des Kinofests 2026 zu einem besonderen Kinotag ein: Neben einem großen Filmprogramm gibt es an diesem Tag alle Filme zum Sonderpreis von nur 5,90 €!

Das Kinofest ist eine Initiative des Fachverbands der Kino-, Kultur- und Vergnügungsbetriebe der Wirtschaftskammer Österreich.


HARD BOILED – 辣手神探

Hongkong 1992 | Regie: John Woo | 128 Min. | OmU: Kantonesisch, Englisch | Ab 18 Jahren | Mit: Chow Yun-Fat, Tony Leung, Teresa Mo

Ein erfolgreicher, aber rücksichtsloser Polizist in Hongkong kämpft gegen eine Bande von Waffenhändlern, in die sich mit nicht weniger zimperlichen Methoden ein Undercover-Agent eingeschleust hat. Erst allmählich raufen sich die beiden zusammen und beginnen einen Krieg, der seinen Höhepunkt in einem Krankenhaus findet, in dem die Gangster ihr Waffenlager verstecken.

John Woos Kultklassiker der Hongkonger Actionküche zurück im Kino – in restaurierter 4K-Fassung!

„HARD BOILED ist Actionkino vom Feinsten … einer der coolsten „Badass-Filme“, die es so gibt mit ein paar der besten Actionsequenzen aller Zeiten.“ – Onderhond


DIE BIENE MAJA – Ihre schönsten Abenteuer

Japan, Österreich, Deutschland 1976 | Regie: Hiroshi Saito, Marty Murphy, Seiji Endô | 80 Min. | Originalfassung: Deutsch | Ab 4 Jahren | Musik: Karel Gott, Karel Svoboda | Stimmen: Scarlet Cavadenti, Eberhard Storeck, Manfred Lichtenfeld

„In einem unbekannten Land …“ – kaum erklingt diese Zeile, sind Kindheitserinnerungen wach. DIE BIENE MAJA erzählt von einem kleinen, neugierigen Bienchen, das die Welt entdecken will: frech, wissbegierig, mutig und manchmal ein bisschen übermütig. Damit macht Maja es ihrer Umgebung nicht immer leicht – doch mit ihrem sonnigen, hilfsbereiten und liebevollen Wesen wird sie bald zum Sonnenschein der Wiese.

Nach dem weltberühmten Kinderbuch von Waldemar Bonsels entstand ein zeitloser Animationsklassiker, der bis heute Generationen verbindet. Mit seinen liebevoll gezeichneten Figuren, fröhlichen Liedern und kleinen Abenteuern erzählt der Film vom Staunen, vom Fragenstellen, von Freundschaft und vom Mut, den eigenen Weg zu gehen. Ein Wiedersehen mit Biene Maja, Willi und der großen, bunten Welt der Wiese – für Kinder und für alle, die sich gern erinnern.


LA HIJA CÓNDOR

Bolivien, Peru, Uruguay 2025 | Regie: Álvaro Olmos Torrico | 103 Min. | OmU: Spanisch, Quechua | Keine Altersfreigabe | Mit: María Magdalena Sanizo, Marisol Vallejos Montaño, Nely Huayta

Hoch oben in einer abgelegenen Gemeinde in den Anden erlernt die junge Clara die traditionelle Hebammenkunst von ihrer Adoptivmutter Ana. Gemeinsam kümmern sie sich um die schwangeren Frauen der Dörfer. Auch die alt überlieferten Quechua-Gesänge, die die Geburten begleiten, übernimmt sie. Dabei ist sie für ihre wunderschöne Stimme bekannt. Insgeheim träumt Clara davon, in der Stadt als Folkloresängerin berühmt zu werden. Hin- und hergerissen zwischen der Verantwortung für die Gemeinschaft und ihren eigenen Träumen zieht sie schließlich in die Stadt und hinterlässt am Heimatort eine schmerzhafte Lücke.

„Durch seinen besinnlichen Rhythmus und seine erzählerische Ehrlichkeit lädt es zur Reflexion über Verlust, Zugehörigkeit und die Widerstandsfähigkeit indigener Kulturen in einer globalisierten Welt ein.“ – Cinencuentro


MUSS DAS PFERD AUCH ARBEITEN?

Österreich 2026 | Regie, Drehbuch, Kamera: Leonhard Pill | 86 Min. | Originalfassung: Deutsch | Keine Altersfreigabe | Schnitt: Florian Lambrecht

In seinem Dokumentarfilm MUSS DAS PFERD AUCH ARBEITEN? begleitet Leonhard Pill seine Schwester Valeria, eine Wanderschäferin, deren Alltag durch und durch von ihrer Arbeit bestimmt wird. In ruhigen, präzisen Bildern entsteht das Porträt einer Frau, die von der Geburt der Lämmer bis zur Schlachtung der Tiere alle Bereiche ihres Berufs selbst verantwortet. Groß ist der Kontrast zu den Existenzentwürfen ihrer Geschwister und zu einer schnelllebigen, digitalisierten Welt. Ohne die Schäferei zu romantisieren oder zu entzaubern, lotet der Film die Distanz und Annäherung zwischen unterschiedlichen Lebenswirklichkeiten aus.


GENTLE MONSTER

Österreich, Deutschland, Frankreich 2026 | Regie, Drehbuch: Marie Kreutzer | 115 Min. | Originalfassung: Deutsch (teilweise untertitelt) | Keine Altersfreigabe | Kamera: Judith Kaufmann | Schnitt: Ulrike Kofler | Musik: Camille | Mit: Léa Seydoux, Laurence Rupp, Jella Haase, Catherine Deneuve

Die Konzertpianistin Lucy zieht mit ihrem Mann Philip und dem gemeinsamen Sohn aufs Land, wo sich der Filmemacher langsam von einem Burnout erholt. Eines Tages steht die Polizei für eine Hausdurchsuchung vor der Tür. Der Vorwurf, den Sonderermittlerin Elsa gegen Philip erhebt, wiegt schwer und stellt Lucys Welt auf den Kopf. Wer ist der Mann, den sie liebt, wirklich?

Der neue Film von Marie Kreutzer („Corsage“) – hochkarätig besetzt mit Léa Seydoux und Jella Haase sowie Catherine Deneuve, der Grande Dame des französischen Kinos.


ADAMS ACHT

Deutschland, Slowakei 2026 | Regie: Hannu Salonen | 124 Min. | Originalfassung: Deutsch | Keine Altersfreigabe | Drehbuch: Domenik Pockberger, Stephan Falk | Kamera: Felix Cramer | Schnitt: Antonia Fenn | Musik: Karim Sebastian Elias | Mit: Oliver Masucci, Felix Kammerer, Svenja Jung, Leonard Kunz

Ratzeburg, Ende der 50er Jahre. Eine Kleinstadt an der Grenze zur DDR – und der letzte Ort, von dem irgendjemand eine sportliche Revolution erwartet. Hier unterrichtet Karl Adam Mathematik, Physik und Sport und trifft auf eine vaterlose Generation junger Männer: Außenseiter, Einzelkämpfer, die nicht wissen, wohin mit ihrer Wut. Er setzt sie in einen Ruder-Achter und gibt ihnen mehr als ein Ventil – er gibt ihnen eine Perspektive. Während der Kalte Krieg seine Schatten über das Land wirft, ringt Adams Team nicht nur mit der körperlichen Erschöpfung, sondern auch mit alten Schuldfragen, ideologischen Gräben und dem Gestern, das sich nicht einfach abschütteln lässt.

ADAMS ACHT erzählt eine bewegende Geschichte von Mut, Zusammenhalt und dem Kampf gegen Grenzen – und wie eine Gruppe Außenseiter bei den Olympischen Spielen 1960 für eine sportliche Sensation sorgte. Ein mitreißendes Underdog-Drama und ein Stück großes Erzählkino.


KINO DES LEBENS: Blind Date

Unter diesem Motto findet an jedem ersten Donnerstag eines Monats von 14:30 bis 17:30 Uhr eine Filmtherapie-Gruppe mit Otto Teischel statt. Der Eintritt ist frei, eine Teilnahme nur nach verbindlicher schriftlicher Anmeldung möglich unter: teischel@mailbox.org


Am letzten Donnerstag eines Monats spürt Psychotherapeut und Cineast Otto Teischel gemeinsam mit dem Publikum im Saal den Gefühlen und Schlüsselmomenten eines ausgewählten Films nach, in denen Filmkunst und (Über-)Lebenskunst sich berühren …

KINO DES LEBENS: Sehnsüchtig …

Donnerstag, 24. September 2026, 19.30 Uhr

OSLO STORIES: TRÄUME

Norwegen 2024 | Regie, Drehbuch: Dag Johan Haugerud | 110 Min. | deutsche Synchronfassung | Ab 6 Jahren | Musik: Anna Berg | Mit: Ane Dahl Torp, Selome Emnetu, Anne Marit Jacobsen

Johanne verliebt sich zum ersten Mal, und zwar in ihre Lehrerin. Ihre intensiven Gefühle hält sie in poetischen Tagebucheinträgen fest. Als Mutter und Großmutter die Texte entdecken, schwanken sie zwischen Schock und Faszination. Während sie über eine Veröffentlichung diskutieren, werden alle drei Frauen mit ihren eigenen unerfüllten Träumen und Sehnsüchten konfrontiert.


Montag, 28. September, 19.30 Uhr
FILM + GESPRÄCH
mit den Regisseuren David Moser und Philipp Moosbrugger

HIGHWAY TO HOFBURG

Österreich 2026 | Regie: David Moser, Philipp Moosbrugger | 91 Min. | Originalfassung: Deutsch | Keine Altersfreigabe | Mit: Dominik Wlazny / Marco Pogo

HIGHWAY TO HOFBURG begleitet Dominik Wlazny alias Marco Pogo während seiner Kandidatur für das Amt des österreichischen Bundespräsidenten 2022. Was zunächst wie eine ungewöhnliche politische Episode wirkt, öffnet einen größeren Blick auf Repräsentation, Öffentlichkeit, Medienbilder und politische Mitbestimmung. Ein Film über Wahlkampf, Erwartungen und die Frage, wer in einer Demokratie politisch ernst genommen wird.

Die Regisseure David Moser und Philipp Moosbrugger begleiten die österreichweite Premierentour und sprechen über die Entstehung des Films, den Zugang zum Präsidentschaftswahlkampf 2022 und die demokratiepolitischen Fragen, die aus der Beobachtung dieser Kandidatur entstanden sind.


DIE NOCH UNBEKANNTEN TAGE

Österreich 2026 | Regie, Drehbuch: Jola Wieczorek | 82 Min. | Originalfassung: Deutsch | Keine Altersfreigabe | Kamera: Klemens Koscher, Serafin Spitzer | Schnitt: Ewa Golis, Rubén Rocha | Musik: Dorit Chrysler

Ein Roadmovie rückwärts durch Europa: Regisseurin Jola Wieczorek begibt sich mit DIE NOCH UNBEKANNTEN TAGE auf eine filmische Reise. Mit Mutter, Vater, Bruder und Kamera im Gepäck reist Wieczorek in die Vergangenheit, um die eigene Familiengeschichte zu rekonstruieren: von Polen, wo die Familie einst im 13. Stock einer Hochhaussiedlung lebte, über das Flüchtlingslager Traiskirchen, wo sie 1989 auf das neue Leben wartete, bis nach Bad Goisern im idyllischen Alpenpanorama.
Das Hinterfragen des Erinnerungsprozesses zeigt, wie vielschichtig jede Geschichte von Migration ist: durchdrungen von Freude und Schmerz, Hoffnung und Enttäuschung, Fremdsein und Menschlichkeit. Und immer einzigartig und universell zugleich. Max-Ophüls-Preis für den besten Dokumentarfilm 2026.