Kinoprogramm Juli 2026

Filmbeschreibungen

DRACULA

Rumänien, Österreich, Luxemburg 2025 | Regie, Drehbuch: Radu Jude | 170 Min. | OmU: Rumänisch, Englisch, Deutsch | Keine Altersfreigabe | Kamera: Marius Panduru | Schnitt: Cătălin Cristuțiu | Musik: Wolfgang Frisch | Mit: Adonis Tanta, Oana Maria Zaharia, Gabriel Spahiu, Lukas Miko

Ein Dracula-Film. Eine Vampirjagd. Zombies und Dracula, die einen Streik sprengen. Eine Science-Fiction-Geschichte über die Rückkehr von Vlad, dem Pfähler. Eine Liebesgeschichte. Eine vulgäre Volkserzählung. KI-generierte, kitschige Geschichten. Und weitere Vergnügen – vereint in einem Film, der sich radikal mit diesem Kinomythos auseinandersetzt. Ein Film des rumänischen Enfant terrible Radu Jude. 

„Ein wilder, obszöner, bizarr-chaotischer, aber auch witziger Trip“ – Salzburger Nachrichten

„Der verrückteste Dracula-Film aller Zeiten“ – filmstarts.de


INGEBORG BACHMANN
– Jemand, der einmal ich war

Deutschland, Österreich 2026 | Regie, Drehbuch: Regina Schilling | 95 Min. | Originalfassung: Deutsch | Ab 12 Jahren | Kamera: Johann Feindt | Schnitt: Carina Mergens | Musik: Anja Plaschg (Soap&Skin) | Mit: Sandra Hüller, Ingeborg Bachmann, Max Frisch, Paul Celan, Hans Werner Henze

Ingeborg Bachmann (Sandra Hüller) trägt Schminke – sie macht sich fertig um nachts auf den Straßen Roms zu spazieren.

In einer poetischen Spurensuche lässt Regisseurin Regina Schilling das Publikum am Entstehen von Kunst teilhaben: Schauspielerin Sandra Hüller nähert sich dem Leben von Ingeborg Bachmann an einem imaginären Tag und verleiht ihren Worten eindringliche Präsenz. Mit einem kunstvollen Geflecht aus improvisierten Szenen, Archivmaterial, Interviews und Bachmanns eigenen Texten durchmisst der Film zentrale Lebensphasen der Autorin – von der Kriegskindheit in Kärnten über den Aufstieg zum Star der Gruppe 47 bis zu ihren letzten Tagen in Rom. Ihr Weg ist geprägt von Beziehungen zu Paul Celan, Hans Werner Henze und Max Frisch sowie dem Ringen um eine eigene, radikale Sprache zwischen Ruhm und existenziellen Krisen.

Zum 100. Geburtstag von Ingeborg Bachmann gelingt Regina Schilling eine so sinnliche wie intellektuelle Annäherung an eine der bedeutendsten Schriftstellerinnen des 20. Jahrhunderts. Durch die kraftvolle Interpretation von Sandra Hüller und meisterhafte Archivmontagen wird Bachmanns Sprachgewalt im Kino unmittelbar erfahrbar.


DIE CAMINO-THERAPIE
– Finde deinen Weg

Frankreich 2026 | Regie, Drehbuch: Yann Samuell | 113 Min. | OmU: Französisch / deutsche Synchronfassung | Keine Altersfreigabe | Kamera: Vincent Gallot | Schnitt: Nassim Gordji Tehrani | Musik: Romeo Lowercase | Mit: Alexandra Lamy, Julien Le Berre, Mélanie Doutey, Maëlle Vidou

© 2025 Marie-Camille Orlando, Eveya Productions, Page Films

Uma Thurman als namenlose Braut auf einem blutdurchtränkten Rachefeldzug: Nach einem brutalen Attentat ihres Ex-Geliebten Bill, das ihr ungeborenes Kind kostete und sie ins vierjährige Koma stürzte, plant die ehemalige Auftragsmörderin kompromisslose Rache. Leiche für Leiche kämpft sie sich zu Bill durch – doch vier Mitglieder des „Deadly Viper Assassination Squads“ stehen ihr im Weg: Vorstadthausfrau Vernita Green, Yakuza-Chefin O-Ren Ishii, Bills Bruder Budd und dessen rechte Hand, die ruchlose Elle Driver.


STOFF – Ein Spitzengeschäft

Österreich 2025 | Regie: Anette Baldauf, Joana Adesuwa Reiterer, Chioma Onyenwe, Katharina Weingartner | 88 Min. | OmU: Englisch, Deutsch, Yoruba | Jugendfrei | Drehbuch: Anette Baldauf, Joana Adesuwa Reiterer | Musik: Bernhard Fleischmann, King Sunny Adé, Niniola

Der Film STOFF – EIN SPITZENGESCHÄFT spannt den Bogen von den Stoffmärkten in Lagos/Nigeria über die Stickereifabriken in Lustenau/Österreich bis zu den historischen Grundlagen des europäischen Reichtums. Es ist ein Film über Frauen, Machtverhältnisse, Stoffe – und über die kolonialen Fäden, die Europa bis heute prägen.

„Dieser Dokumentarfilm enthüllt die verborgenen Verbindungen zwischen Lagos, Österreich und der kolonialen Erinnerung. […] der Film landet einen emotionalen Volltreffer: Er macht die unsichtbaren Mechanismen sichtbar – koloniale Ausbeutung, globales Kapital und kulturelle Auslöschung –, die seit langem bestimmen, was bestimmte Kulturen gewinnen und andere verlieren.“ – PULSE


THE STORIES

Österreich, Frankreich, Belgien, Ägypten, Schweden 2025 | Regie, Drehbuch: Abu Bakr Shawky | 120 Min. | OmU/OmeU: Arabisch, Englisch |  Ab 12 Jahren | Kamera: Wolfgang Thaler | Schnitt: Roland Stöttinger | Mit: Amir El-Masry, Valerie Pachner, Nelly Karim, Ahmed Kamal, Khaled Mokhtar

In einer Zeit, in der Abschottung und Angst das Leben vieler Menschen prägen, beginnt ein junger Ägypter eine Brieffreundschaft mit der jungen Österreicherin Liz (Valerie Pachner). Sie wird zu seiner treibenden Kraft: Sie glaubt an seinen Traum, Pianist zu werden – gegen alle gesellschaftlichen Widerstände – und an ein Ziel, das unerreichbar scheint: eines Tages öffentlich aufzutreten. Durch Jahrzehnte voller Kriege und Umbrüche, durch Familiendramen und Momente des Glücks, durch Scheitern und unerwartete Triumphe kämpfen Ahmed und Liz für ihre Träume. THE STORIES erzählt von den kleinen Siegen einer Familie, die niemals aufgibt – und davon, wie Beharrlichkeit und Hoffnung selbst das Unmögliche möglich machen können.

Fast eine Heimpremiere für Regisseur Abu Bakr Shawky, dessen Mutter Villacherin ist: In seinem Film verbindet er autobiografische Elemente mit zwei filmischen Zugängen – reflektiertem europäischem Kino und warmem, poetischem arabischem Erzählen.


AUF ZWEI RÄDERN – À bicyclette

Frankreich 2024 | Regie: Mathias Mlekuz | 89 Min. | OmU: Französisch / deutsche Synchronfassung | Ab 6 Jahren | Drehbuch: Mathias Mlekuz, Philippe Rebbot | Mit: Mathias Mlekuz, Philippe Rebbot, Josef Mlekuz

Manchmal weist der Blick zurück den Weg nach vorn: Gemeinsam mit seinem besten Freund Philippe und Hund Lucky steigt Filmemacher Mathias aufs Fahrrad und begibt sich auf einen ebenso ungewöhnlichen wie persönlichen Trip quer durch Europa. Das chaotische Trio folgt der Route, die Mathias’ verstorbener Sohn Youri einige Jahre zuvor selbst unternommen hat – von der französischen Atlantikküste bis zum Schwarzen Meer. Was als leise Spurensuche beginnt, wird zu einem überraschend heiteren Abenteuer voller unerwarteter Begegnungen. Mit jeder Etappe nähern sich die beiden Freunde mal auf berührende, mal auf humorvolle Weise dem Verlust – und feiern doch das Leben.

Ein ebenso berührendes wie lebensbejahendes Roadmovie voller Wärme, Witz und Menschlichkeit. AUF ZWEI RÄDERN erzählt von Freundschaft, Zusammenhalt und der Kraft, selbst in schwierigen Zeiten wieder nach vorne zu blicken. Mit feinem Humor und großer Herzlichkeit feiert der Film die kleinen Begegnungen und großen Momente, die das Leben ausmachen.


Die P.E.E.R.-Initiative lädt am Donnerstag, 16. Juli 2026, herzlich zur ersten „Pink City Film Night“ ein. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden sind willkommen.

PINK CITY FILM NIGHT

Den Auftakt bildet um 18:30 Uhr die österreichische Dokumentation „Österreich unter dem Regenbogen“ von Robert Styblo. Der Film zeichnet die Geschichte der LGBTQIA+-Bewegung in Österreich nach – von Unsichtbarkeit, Ausgrenzung und Kriminalisierung bis zu den hart erkämpften Erfolgen der Gegenwart. Persönliche Geschichten, historische Entwicklungen und bewegende Einblicke machen die Dokumentation zu einem wichtigen Beitrag zur österreichischen Zeitgeschichte.

Im Anschluss findet die Podiumsdiskussion „Von der Sichtbarkeit zur Gleichberechtigung – Wo stehen wir heute?“ statt. Gemeinsam mit Gästen aus Bildung, Gleichbehandlung und Antidiskriminierungsarbeit sprechen wir über aktuelle Herausforderungen, gesellschaftliche Entwicklungen, internationale Rückschritte bei LGBTQIA+-Rechten und die Bedeutung von Vielfalt, Respekt und demokratischem Zusammenhalt.

Ab 20:30 Uhr erwartet die Besucher:innen ein weiterer Spielfilm als stimmungsvoller Ausklang des Abends. Der Filmtitel wird noch bekannt gegeben. 

Die Pink City Film Night möchte informieren, zum Nachdenken anregen und Menschen miteinander ins Gespräch bringen – ein Abend für Sichtbarkeit, Respekt, Austausch und gelebte Vielfalt.


SO KLINGT DAS LEBEN – Rondallas

Spanien 2026 | Regie, Drehbuch: Daniel Sánchez Arévalo | 112 Min. | OmU: Spanisch | Ab 12 Jahren | Kamera: Rafa García | Schnitt: Miguel Sanz Esteso | Mit: Javier Gutiérrez, María Vázquez, Judith Fernández, Tamar Novas, Carlos Blanco

Zwei Jahre nach einem tragischen Schiffsunglück versucht das kleine Fischerdorf A Guarda an der galicischen Küste, wieder Halt zu finden. Als die Dorfgemeinschaft beschließt, ihr traditionelles Musikensemble neu zu beleben, übernimmt die 18-jährige Andrea die Leitung – in Erinnerung an ihren Vater, der bei der Katastrophe ums Leben kam. Mit frischen Ideen und großer Entschlossenheit bringt sie neuen Schwung in die Proben für einen regionalen Musikwettbewerb. Doch während die Musik die Menschen langsam wieder zusammenführt, werden auch alte Wunden und ungelöste Konflikte sichtbar.

Vor der rauen und zugleich wunderschönen Küste Galiciens erzählt SO KLINGT DAS LEBEN mit viel Herz, Humor und einem mitreißenden Soundtrack von Gemeinschaft, Hoffnung und dem Mut zum Neuanfang. Eine warmherzige Feelgood-Komödie voller Musik, Lebensfreude und liebenswerter Figuren, die zeigt, wie Menschen selbst nach schweren Zeiten wieder zusammenfinden können.

„Der Film fühlt sich wie eine Umarmung an.“ – Cinemania


KINO DES LEBENS: Blind Date

Unter diesem Motto findet an jedem ersten Donnerstag eines Monats von 14:30 bis 17:30 Uhr eine Filmtherapie-Gruppe mit Otto Teischel statt. Der Eintritt ist frei, eine Teilnahme nur nach verbindlicher schriftlicher Anmeldung möglich unter: teischel@mailbox.org


Normalerweise am letzten Donnerstag eines Monats spürt Psychotherapeut und Cineast Otto Teischel gemeinsam mit dem Publikum im Saal den Gefühlen und Schlüsselmomenten eines ausgewählten Films nach, in denen Filmkunst und (Über-)Lebenskunst sich berühren …

KINO DES LEBENS: Tragisch …
Donnerstag, 23. Juli 2026, 19.30 Uhr

VIER MINUS DREI

Österreich, Deutschland 2026 | Regie: Adrian Goiginger | 120 Min. | Originalfassung: Deutsch | Ab 12 Jahren | Drehbuch: Senad Halilbašić | Mit: Valerie Pachner, Robert Stadlober, Hanno Koffler, Stefanie Reinsperger, Ronald Zehrfeld u. a.

Barbara und ihr Partner Heli leben als professionelle Clowns mit ihren Kindern Fini und Thimo den Traum eines alternativen, von Freude erfüllten Lebens – und lachen auch über das, was misslingt. Als Barbara wie aus dem Nichts durch einen Unfall ihre Familie verliert, bricht eine Welt für sie zusammen. Doch Barbara stellt sich ihrem Schicksal. Mutig und unkonventionell findet sie ihren ganz eigenen Weg, mit der Trauer umzugehen.

Basierend auf wahren Begebenheiten und dem gleichnamigen Bestseller von Barbara Pachl-Eberhart gelingt Adrian Goiginger ein berührender Film über Liebe, Verlust und Hoffnung.


GOOD BOY – Wir wollen nur dein Bestes

Polen, Großbritannien 2025 | Regie: Jan Komasa | 111 Min. | OmU: Englisch | Keine Altersfreigabe | Drehbuch: Bartek Bartosik, Naqqash Khalid | Kamera: Michał Dymek | Schnitt: Agnieszka Glińska | Musik: Abel Korzeniowski | Mit: Stephen Graham, Andrea Riseborough, Anson Boon, Kit Rakusen

Der 19-jährige Tommy lebt als Kleinkrimineller, treibt seine Freunde zu brutalen Gewalttaten an und prahlt damit auf Social Media – bis er eines Nachts entführt wird. Als er erwacht, ist er im Keller eines abgelegenen Vorstadthauses angekettet. Sein Entführer Chris, dessen Frau Kathryn und ihr Sohn Jonathan wollen aus Tommy einen „braven Jungen“ machen – mit psychologischen Spielchen, Kontrolle und einer verstörenden Vorstellung von Familie. Tommy wehrt sich mit allen Mitteln. Doch je länger er gefangen ist, desto tiefer wird er in die dysfunktionale Dynamik der Familie hineingezogen. Seine Gefühle zwischen Hass und Sympathie, zwischen Fluchtreflex und dem Bedürfnis nach Nähe beginnen zunehmend zu verschwimmen …

Mit GOOD BOY legt der oscarnominierte Regisseur Jan Komasa („Corpus Christi“) einen provokanten Gesellschaftsthriller vor, der von „The Guardian“ bereits mit Kubricks „A Clockwork Orange“ verglichen wurde.


KILL BILL: THE WHOLE BLOODY AFFAIR

USA 2003/2004/2026 | Regie, Drehbuch: Quentin Tarantino | 275 Min. | Originalfassung: Englisch | Ab 18 Jahren | Kamera: Robert Richardson | Schnitt: Sally Menke | Musik: RZA, Robert Rodriguez | Mit: Uma Thurman, Lucy Liu, Vivica A. Fox, David Carradine, Michael Madsen, Daryl Hannah, Sonny Chiba
(inkl. 15 Minuten Pause)

Uma Thurman als namenlose Braut auf einem blutdurchtränkten Rachefeldzug: Nach einem brutalen Attentat ihres Ex-Geliebten Bill, das ihr ungeborenes Kind kostete und sie in ein vierjähriges Koma stürzte, plant die ehemalige Auftragsmörderin kompromisslose Rache. Leiche für Leiche kämpft sie sich zu Bill durch – doch vier Mitglieder des „Deadly Viper Assassination Squads“ stehen ihr im Weg: Vorstadthausfrau Vernita Green, Yakuza-Chefin O-Ren Ishii, Bills Bruder Budd und dessen rechte Hand, die ruchlose Elle Driver.

Quentin Tarantinos Kultfilm, wie er ihn ursprünglich plante: als einen einzigen, kompletten Spielfilm. Erst die Laufzeit von über vier Stunden zwang ihn zur Aufteilung in zwei Teile. THE WHOLE BLOODY AFFAIR zeigt den epischen Rachefeldzug nun erstmals als Ganzes und enthält zudem eine nie zuvor gezeigte, über siebenminütige Animationssequenz. 


CHÉRI, ICH KOMME!
– Die Erfindung der Lust

Frankreich 2026 | Regie: Reem Kherici | 89 Min. | OmU: Französisch / deutsche Synchronfassung | Ab 12 Jahren | Drehbuch: Reem Kherici, Gari Kikoïne, David Solal | Kamera: Dominique Fausset | Musik: Laurent Aknin | Mit: Alexandra Lamy, François Cluzet, Camille Aumont Carnel, Mitty Hazanavicius

Fanny und Tom sind seit mehr als 20 Jahren verheiratet und führen ein scheinbar glückliches Leben. Doch eines Tages vertraut Fanny ihrem Mann ein Geheimnis an: Sie hatte noch nie in ihrem Leben einen Orgasmus. Inspiriert von ihrer extrem engagierten Sexualtherapeutin will sie das nun dringend ändern und entsprechend ins Training einsteigen. Tom ist schockiert, doch was folgt, ist keine Krise, sondern ein Pakt – eine abenteuerliche Expedition zweier Komplizen im Auftrag der Libido.

Zwanzig Jahre Ehe, eine Liebe, die trägt – und ein Geheimnis, das alles verändert. Nach einer wahren Begebenheit erzählt CHÉRI, ICH KOMME! mit viel Humor und Herz von einer großen Liebe, die sich traut, Fragen zu stellen – und von einem Paar, das bereit ist, gemeinsam neue Wege zu gehen. Mit François Cluzet, dem Star aus „Ziemlich beste Freunde“, in der Hauptrolle.