Filmbeschreibungen
THERAPIE FÜR WIKINGER
– Den sidste viking
Dänemark, Schweden 2025 | Regie: Anders Thomas Jensen | 116 Min. | OmU: Dänisch, Schwedisch / deutsche Synchronfassung | Keine Altersfreigabe | Drehbuch: Anders Thomas Jensen | Mit: Sofie Gråbøl, Nikolaj Lie Kaas, Mads Mikkelsen

Anker wird nach einer vierzehnjährigen Haftstrafe wegen Raubüberfalls aus dem Gefängnis entlassen. Ankers Bruder Manfred ist der Einzige, der weiß, wo das Geld aus dem Raubüberfall ist. Inzwischen hat Manfred eine psychische Krankheit entwickelt, die ihn vergessen lässt, wo die Beute versteckt ist. Gemeinsam begeben sich die Brüder nun auf eine unerwartete Reise, um sowohl das Geld zu finden als auch herauszufinden, wer sie wirklich sind. (nach Programmkino Wels)
Der neueste Streich des Komödien-Dreamteams aus Dänemark – hinreißend unberechenbar und bösartig witzig. Regisseur Anders Thomas Jensen („Adams Äpfel“, „Helden der Wahrscheinlichkeit“) gelingt eine abgründige Krimi-Komödie über konfuse Identitäten und Geschwisterliebe – mit einem Mads Mikkelsen in Höchstform.
ELEMENTS OF(F) BALANCE
Österreich 2025 | Regie: Othmar Schmiderer | 98 Min. | OmU: mehrsprachig | jugendfrei | Drehbuch: Stephan Settele, Othmar Schmiderer | Schnitt: Arthur Summereder | Musik: Christian Fennesz

Filmische Erkundungen über ökologische Verflechtungen und Wechselwirkungen zwischen menschlichen und nicht-menschlichen Akteuren münden in faszinierende Geschichten zum Beispiel über Quallen, die zu den ältesten Lebewesen der Erde gehören oder über Permakultur, dieses uralte Wissen in der Landwirtschaft. Nicht dystopische Zukunftsvisionen stehen im Mittelpunkt dieses Dokumentarfilms, sondern ein neues Bewusstsein und neue, konkrete Möglichkeiten, die sich der Menschheit bieten.
DER FREMDE – L’étranger
Frankreich 2025 | Regie, Drehbuch: François Ozon | 120 Min. | OmU: Französisch / deutsche Synchronfassung | Keine Altersfreigabe | Mit: Benjamin Voisin, Denis Lavant, Pierre Lottin, Swann Arlaud

Algier, 1938. Meursault, ein stiller, unauffälliger Angestellter Anfang dreißig, nimmt ohne sichtbare Gefühlsregung an der Beerdigung seiner Mutter teil. Am nächsten Tag beginnt er eine Affäre mit seiner früheren Kollegin Marie und kehrt in seinen gewohnten Alltag zurück. Dieser wird jedoch bald durch seinen Nachbarn Raymond gestört, der Meursault in seine zwielichtigen Machenschaften hineinzieht – bis es an einem glühend heißen Tag am Strand zu einem schicksalhaften Ereignis kommt.
In betörenden Schwarzweißbildern erzählt und getragen von einem erlesenen Ensemble gelingt François Ozon eine meisterliche Neuinterpretation von Albert Camus’ gleichnamigem Literaturklassiker – ein virtuoses Werk von zeitloser Relevanz.
Das Filmstudio Villach zeigt einmal im Monat NATIONAL THEATRE LIVE – die besten Theaterproduktionen in englischer Originalsprache auf der großen Kinoleinwand.
MRS. WARREN’S PROFESSION
by George Bernard Shaw
Great Britain 2025 | Director: Dominic Cooke | 120 min. | Original language (English) | PG: not known | Cast: Imelda Staunton, Bessie Carter

“I am my mother’s daughter. I am like you. But my work is not your work, and my way is not your way.” Vivie Warren is a woman ahead of her time. Estranged from her wealthy mother, she delights in a glass of whisky, a good detective story, and is determined to carve herself a sparkling legal career in an age ruled by men. Her mother, however, is a product of that old patriarchal order. Exploiting it has earned Mrs. Warren a fortune and paid for her daughter’s expensive education – but at what cost?
Filmed live from the West End in London, this new production reunites four-time Olivier Award winner Imelda Staunton with the extraordinary director Dominic Cooke, to bring George Bernard Shaw’s incendiary moral classic crashing into the 21st Century.
EIN EINFACHER UNFALL
– Yek tasadef sadeh
Iran, Frankreich, Luxemburg 2025 | Regie, Drehbuch: Jafar Panahi | 102 Min. | OmU: Persisch / deutsche Synchronfassung | Keine Altersfreigabe | Kamera: Amin Jafari | Schnitt: Amir Etminan | Mit: Vahid Mobasseri, Mariam Afshari, Ebrahim Azizi

Vahid, ein aserbaidschanischer Automechaniker, wurde einst vom iranischen Regime inhaftiert und dort immer wieder mit verbundenen Augen verhört. Eines Tages betritt ein Mann namens Eghbal seine Werkstatt. Das Quietschen seiner Beinprothese lässt Vahid glauben, in Eghbal einen seiner früheren Peiniger wiederzuerkennen.
Was als kleiner Unfall beginnt, löst eine Reihe von eskalierenden Folgen aus. Trotz seines langjährigen Berufsverbots ist es Jafar Panahi erneut gelungen, einen Film zu schaffen, in dem Humor und Ernsthaftigkeit eine Geschichte über den heutigen Iran und über jene erzählen, die es wagen, Widerstand zu leisten. Gewinner der Goldenen Palme beim Filmfestival in Cannes 2025.
SORRY, BABY
USA, Spanien, Frankreich 2024 | Regie: Eva Victor | 103 Min. | OmU: Englisch / deutsche Synchronfassung | Keine Altersfreigabe | Musik: Robert Ouyang Rusli | Mit: Eva Victor, Naomi Ackie, Lucas Hedges

Nach einem traumatischen Erlebnis steht das Leben der jungen Literaturprofessorin Agnes (Eva Victor) still. Zwischen Alltag, Vorlesungssaal und einsamen Abenden mit ihrer Katze sucht sie nach Halt und findet ihn in der unerschütterlichen Freundschaft zu Lydie.
Schonungslos, lustig, todtraurig und dennoch wie eine sanfte Umarmung. Regisseurin Eva Victor entfaltet eine kluge, tief berührende Erzählung über die Mühen des Heilens, über Rückschritte und kleine Schritte nach vorn, über Momente des Schmerzes und des leisen Trosts.
KINO DES LEBENS: Blind Date
Unter diesem Motto findet an jedem ersten Donnerstag eines Monats von 14:30 bis 17:30 Uhr eine Filmtherapie-Gruppe mit Otto Teischel statt. Der Eintritt ist frei, eine Teilnahme nur nach verbindlicher schriftlicher Anmeldung möglich unter: teischel@mailbox.org (bis 2 Tage vorher).
Mittwoch, 14. Jänner, 19.00 Uhr
FILM + GESPRÄCH mit:
Angela Summereder (Regie) und Wolf-Maximilian Liebich (Musik)
B WIE BARTLEBY
Österreich 2025 | Regie, Buch: Angela Summereder | 72 Min. | OmU: Deutsch, Englisch | Keine Altersfreigabe | Kamera: Antonia de la Luz Kašik | Schnitt: Sebastian Schreiner | Ton: Daniel Hasibar | Musik: Wolf-Maximilian Liebich | Mit: Benedikt Zulauf, Beatrice Frey, Maxi Blaha, Anna Mendelssohn u. v. a.

B WIE BARTLEBY greift Herman Melvilles legendäre Erzählung auf und verwandelt sie in einen Filmessay über Erinnerung, Sprache und Widerstand. Ausgehend von Dialogen mit einem verstorbenen Gefährten lebt der berühmte Satz „I would prefer not to“ in Stimmen und Gesten von Performer:innen, Jugendlichen, Rap-Musikern, Passant:innen und Gestrandeten neu auf – leise, beharrlich, zeitlos.
„Für den vieldeutigen Text hat Angela Summereder eine großartig angemessene Form gefunden.“ – Der Standard
Freitag, 16. Jänner, 19.30 Uhr
FILM + GESPRÄCH mit:
Thomas Braunsberger (Moderation), Thomas Knoch und Michael Ritter (Männerberatung Kärnten – Caritas Kärnten)
NO DOGS ALLOWED
Deutschland 2024 | Regie: Steve Bache | 106 Min. | Originalfassung: Deutsch | Ab 16 Jahren | Drehbuch: Stephan Kämpf | Kamera: Manuel Meinhardt | Schnitt: Maximilian Merth | Mit: Carlo Krammling, Robin Sondermann, Katharina Marie Schubert

Um endlich mit jemandem über seine pädophile Neigung zu sprechen, lässt sich der 15-jährige Gabo auf eine Freundschaft mit dem deutlich älteren Dave ein. Doch der Erwachsene will seine eigenen, sexuellen Fantasien mit Gabo ausleben.
In ihrem Spielfilmdebüt NO DOGS ALLOWED widmen sich Regisseur Steve Bache sowie Drehbuchautor Stephan Kämpf dem provokanten Tabuthema der Pädosexualität. Ein emotionaler, aufwühlender Film, der zum Diskurs einladen wird.
PATERNAL LEAVE – Drei Tage Meer
Deutschland, Italien 2025 | Regie, Drehbuch: Alissa Jung | 113 Min. | OmU: Deutsch, Italienisch, Englisch | Ab 12 Jahren | Kamera: Carolina Steinbrecher | Mit: Juli Grabenhenrich, Luca Marinelli, Arturo Gabbriellini

Mitten im rauen Winter reist die 15-jährige Leo an die Küste Norditaliens, um den Mann zu finden, der all die Jahre gefehlt hat: ihren Vater Paolo. Was als stille Hoffnung beginnt, wird zur Konfrontation mit alten Wunden, aufgestauten Fragen und neuen Sehnsüchten. Zwischen geschlossenen Strandbars, dem Winterlicht über dem Meer und Momenten des tastenden Schweigens und lauter Wut, erzählt PATERNAL LEAVE davon, wie schwierig und schön es sein kann, sich in einzelnen Momenten auch wirklich (selbst) zu begegnen.
MELT
Österreich 2025 | Regie, Drehbuch, Kamera: Nikolaus Geyrhalter | 127 Min. | OmU: Englisch | jugendfrei

Schnee und Eis, soweit das Auge reicht. Filmemacher Nikolaus Geyrhalter reist quer über den Globus an Orte, an denen es Schnee noch in rauen Mengen gibt: vom größten Gletscher der Alpen in der Schweiz über Japan, Kanada, Österreich, Island bis hin zu einer Forschungsstation in der Antarktis. Mitten drin Menschen, die tagtäglich von dieser Welt umgeben sind. Davon erzählt der Film – und vom schleichenden Verschwinden dieser magischen Masse, dieses doch nicht so ewigen Eises.
Donnerstag, 22. Jänner, 18.00 Uhr
Vortrag und Film – Eintritt frei
Anmeldung unter: www.villach.at/eggerloch
NEUES VON DEN HÖHLEN IM NATURPARK DOBRATSCH

Moderne Technik macht es möglich: Die größte Höhle des Naturparks, das Eggerloch, kann erstmals virtuell betreten werden. Im zweiten Teil des Abends zeigt eine beeindruckende Filmproduktion die Tier- und Pflanzenwelt des Eggerlochs.
DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER
– C’était mieux demain
Frankreich, Belgien 2025 | Regie: Vinciane Millereau | 103 Min. | OmU: Französisch / deutsche Synchronfassung | Ab 12 Jahren | Drehbuch: Vinciane Millereau, Julien Lambroschini | Mit: Elsa Zylberstein, Didier Bourdon, Mathilde Le Borgne

Ein Familien-Idyll im Frankreich der 1950er-Jahre: Michel, mittelmäßig, ist Bankangestellter und Ernährer, seine bessere Hälfte Hélène, mit Dauerwelle, aber aufsässig, kümmert sich um Haushalt und Kinder. Das patriarchale Paradies scheint perfekt, bis ein Kurzschluss der gerade eingezogenen Waschmaschine die beiden ins Jahr 2025 katapultiert.
Mit rotzfrechem Humor, präzisem Sarkasmus und herrlicher Situationskomik nimmt DIE PROGRESSIVEN NOSTALGIKER die Heilsversprechen unserer Gegenwart aufs Korn und erzählt von der wunderbaren Relativität der Geschichte.
WHITE SNAIL
Österreich, Deutschland 2025 | Regie, Drehbuch: Levin Peter, Elsa Kremser | 115 Min. | OmU: Weißrussisch | Ab 16 Jahren | Kamera: Mikhail Khursevich | Schnitt: Stephan Bechinger | Musik: John Gürtler, Jan Miserre | Mit: Marya Imbro, Mikhail Senkov

Masha, ein belarussisches Model, träumt von einer Karriere in China. Misha arbeitet in einer Minsker Leichenhalle und erweckt die Toten in seinen Ölgemälden zum Leben. Die beiden Außenseiter fühlen sich auf ungewöhnliche Weise voneinander angezogen und streifen gemeinsam durch die warmen Sommernächte.
Großes Kino der Lavanttalerin Elsa Kremser. Ihr Film wurde unter anderem beim Filmfestival in Locarno mit dem Spezialpreis der Jury sowie dem Leoparden für die beste schauspielerische Leistung ausgezeichnet und feierte beim K3 Film Festival seine Kärnten-Premiere.
K3 FILM FESTIVAL: Sports & Outdoors
3 Filme | Gesamtlänge: 73 Min.

Drei Filme zeigen eindrucksvoll die Leidenschaft für Sport, Natur und Abenteuer. CURVES’N’TURNS von Lukas Griesser, Sam Strauss und Simon van Hal zeigt einen außergewöhnlichen Surftrip mit dem Fahrrad von Kärnten bis nach Sardinien. In INTO THE WHITE WATER von Thomas Miklautsch brechen die Extrem-Kanuten Mario Leitner und Paul Aubertin zu einem spektakulären Wildwasser-Abenteuer in Norwegen auf. Den Abschluss bildet FIRST DAY OF WINTER von Mijta Legat – ein mitreißender Snowboardfilm aus Slowenien.
Mit diesem Programm bringt das K3 Film Festival Sport- und Outdoorbegeisterte zusammen und eröffnet neue Perspektiven für zukünftige Kooperationen und eine eigene Festivalschiene.
Mittwoch, 28. Jänner, 18.00 Uhr
FILM + GESPRÄCH mit:
Regisseurin Nicole Scherg und Hebamme Gunda Gutscher
WISE WOMEN
– Fünf Hebammen, fünf Kulturen
Österreich 2025 | Regie, Drehbuch: Nicole Scherg | 88 Min. | OmU: mehrsprachig | Keine Altersfreigabe | Kamera: Marie-Thérèse Zumtobel | Schnitt: Natalie Schwager

„Geburt folgt keinem Drehplan“: Regisseurin Nicole Scherg („Die Zukunft ist besser als ihr Ruf“, „Das Leben ist keine Generalprobe“) begleitet fünf Hebammen in Äthiopien, Brasilien, Marokko, Nepal und Österreich. Ein Film über nichts weniger als unsere Menschwerdung und ihre Umstände.
Donnerstag, 29. Jänner, 19.30 Uhr
Mit einer Einführung zum Film durch Dr. Günther Clementschitsch (Dante Alighieri Villach)
WILLKOMMEN IM SÜDEN
– Benvenuti al sud
Italien 2010 | Regie: Luca Miniero | 102 Min. | OmU: Italienisch / jugendfrei | Mit: Valentina Lodovini, Angela Finocchiaro, Naike Rivelli

Der norditalienische Postler Alberto bewirbt sich auf Anraten seiner Frau um einen Job in Mailand. Um seine Chancen zu erhöhen, gibt er vor, behindert zu sein. Doch der Schwindel fliegt auf und Alberto wird nach Süditalien strafversetzt. In den Augen Albertos ein Land, in dem Mafiosi herrschen und der Müll sich auf den Straßen türmt und vor allem deren Sprache man nicht versteht …
Normalerweise am letzten Donnerstag eines Monats spürt Psychotherapeut und Cineast Otto Teischel gemeinsam mit dem Publikum im Saal den Gefühlen und Schlüsselmomenten eines ausgewählten Films nach, in denen Filmkunst und (Über-)Lebenskunst sich berühren.
Freitag, 30. Jänner, 19.30 Uhr
KINO DES LEBENS: Philosophisch …
LEIBNIZ
– Chronik eines verschollenen Bildes
Deutschland 2025 | Regie: Edgar Reitz, Anatol Schuster | 102 Minuten | Originalfassung: Deutsch | Ab 6 Jahren | Drehbuch: Gert Heidenreich, Edgar Reitz | Kamera: Matthias Grunsky | Mit: Edgar Selge, Aenne Schwarz, Lars Eidinger, Barbara Sukowa, Michael Kranz, Antonia Bill

Preußen, 1704. Königin Charlotte vermisst ihren einstigen Lehrer Gottfried Wilhelm Leibniz. Weil er ihr im Schloss Lietzenburg nicht mehr persönlich mit seinen weisen Antworten auf die großen Fragen des Lebens zur Verfügung stehen kann, lässt sie ein Gemälde von ihm in Auftrag geben. Einzig die junge Malerin Aaltje van de Meer vermag es, ihm auf Augenhöhe zu begegnen. Bald entspinnt sich zwischen ihr und dem Philosophen ein leidenschaftlicher Austausch über das Verhältnis von Kunst und Realität.
Mit LEIBNIZ – CHRONIK EINES VERSCHOLLENEN BILDES kehrt Meisterregisseur Edgar Reitz auf die große Kinobühne zurück und widmet sich einem der einflussreichsten Universalgelehrten der Neuzeit.

